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Peter Strotmann


Exklusiv

die Reportage

"Retter im Einsatz"

 RTL II 20.05.2004

 22.15 – 23.15

 

Duisburg: 500tausend Einwohner drängeln sich auf 232 Quadratkilometern. Eine Stadt der Gegensätze - dicht besiedelte Wohngebiete zwischen weitläufigen Industrieanlagen, dazu der größte Binnenhafen Deutschlands. Da gibt es jede Menge Arbeit für die 7 Duisburger Berufsfeuerwachen. Jedes Jahr rücken sie im Schnitt 2000 mal aus um einen Brand zu löschen - 54 tausend mal mussten die Rettungswagen Hilfe leisten, ein Knochenjob für die rund 600 Feuerwehrleute.

3 Uhr nachts –ein schrilles penetrantes Piepen durchdringt den Raum und reißt Valentino aus dem Schlaf. Blitzschnell springt er aus dem Bett als ob es das Normalste der Welt sei. Ist es auch für ihn, denn Valentino ist Feuerwehrmann. Wenn der Pieper oder der Gong ertönt, geht es meistens um Leben und Tod. Nicht mal 30 Sekunden vergehen vom Aufstehen bis zur Abfahrt des Rettungswagen.

Für Valentino ist es ein Traumjob – er will Menschen helfen. Seit 3 Jahren ist er bei der Feuerwehr. Gelernt hat er eigentlich Tischler doch Valentino wollte nicht sein Leben lang Schränke zusammen zimmern. Er wollte eine Herausforderung, wollte mehr als nur einen Job - und er will helfen.

Schon seit er 11 ist schwärmt Christian (29) von der Feuerwehr. Damals hat ihn ein Kumpel mit zur Jugendfeuerwehr genommen - sein Traum: einmal auf einem großen Feuerwehrwagen sitzen und Brände löschen. Diesen Traum hat er sich erfüllt. Christian ist Feuerwehrmann mit Leib und Seele - einen anderen Job kann er sich nicht vorstellen - alles was nicht mit der Feuerwehr zu tun hat, ist ihm viel zu langweilig. Sein Leitspruch ist: „Feuerwehrmann ist kein Beruf sondern eine Berufung“.

Bernhard (55) ist ein alter Hase auf der Feuerwache 1 in Duisburg. Den Mann mit dem Händedruck eines Schraubstocks bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Wer 30 Jahre bei der Feuerwehr ist hat schon alles im Leben gesehen - Bartum weiß wie der Tod aussieht, er kennt aber auch die schönen Seiten seines Berufes. Seit 10 Jahren schiebt er seinen Dienst auf der Leitstelle. Kein Job für Ungeduldige, denn von 100 Anrufen sind 90 „Müll“ wie er sagt. Bernhard nimmt nicht nur einfach Anrufe entgegen und koordiniert die Rettungsfahrzeuge, er ist auch Seelsorger, Ansprechpartner für Menschen die niemanden mehr haben. Nur verarschen lässt er sich nicht gern und immer hat er einen witzigen oder derben Spruch auf der Lippe. Aber eins betont er immer wieder: „Hier musst Du Dein Letztes geben, wenn Du das nicht machst, stirbt ein Mensch.“

Ein Film von Heidrun Seeger und Ralf Reibiger